am 23. Dezember war die offizielle Schlußfeier des diesjährigen Schuljahres.
Die Schüler zogen fröhlich in die großen Ferien. Das neue Schuljahr wird am
28. Februar 2011 wieder beginnen. Wir suchen: 1 Schulpfarrer, einen
Sportlehrer und 3 Grundschullehrerinnen, einen Buchhalter und einen
Kassierer. Danke wenn Ihr mit betet, daß sich gute, gläubige Pädagogen
melden. Unser großer Wunsch wäre, wenn sich außerdem ein gläubiges
Lehrerehepaar aus Europa finden würde, das einerseits im pädagogischen
Bereich unsere Lehrer schulen würde, beim Englischunterricht mithelfen könnte
und im praktischen Bereich zusätzliche Werkkurse für unsere Schüler durchführen könnte. Für solche eine Aufgabe muß Gott selbst berufen, deshalb wollen wir nichts erzwingen.
Wir sind dankbar, daß wir auch im vergangenen Jahr vielen Schülern eine Ermäßigung des Schulpreises ermöglichen konnten. Zum einen haben wir Schüler, die doch einen großen Teil des Schulpreises aufbringen können. Zum anderen werde ich immer wieder mit leidvollen Situationen in Familien konfrontiert. Eine Balance zu finden zwischen helfen und Eigenbeteiligung der Eltern ist nicht einfach. Gerade heute sprach ich mit einer Mutter, die 2 Kinder bei uns hat. Sie bäckt Brot und verkauft es. Von einem Tag auf dem anderen verlor sie ihr Grundstück, Haus und Backstube, weil sie einem Verwandten vertraute und ihr Haus auf einem von ihm versprochenem Grundstück baute ohne eine schriftliche Bescheinigung zu haben. Nun wurde ihr gerichtlich alles weggenommen und im Moment wohnen sie zu viert in einem kleinen gemieteten Zimmer und müssen bei „Null" anfangen. Offiziell müßte sie für beide Kinder 70 Euro monatlich bezahlen, sie hat schon eine Ermäßigung von 40 Euro monatlich. Nun will ihr Mann die Kinder aus unserer Schule nehmen, da auch dieser Betrag für sie im Moment sehr schwierig aufzubringen ist. Die Kinder wollen aber nicht in die staatliche Schule und weinen. Ob es wohl möglich ist, eine weitere Ermäßigung zu geben? Ca. 18 Euro könnte sie selbst aufbringen meint die Mutter. Dank der Spenden durch Euch liebe Freunde, kann ich in solchen Fällen ein Zeichen von Gottes Liebe und Fürsorge setzen.
Das vergangene Schuljahr war gezeichnet von manchen positiven Veränderungen. Anhand von einigen Bildern will ich Euch daran teilnehmen lassen:
Die alten Schulgebäude am Eingang erhielten ein neues Farbenkleid. Geplant ist, dass der hintere, neue Teil in diesen Ferien gestrichen wird. Der Arbeitsvertrag ist bereits vergeben.
In diesen alten Räumen haben wir für Sekretariat, Kasse und Schulleitung die Räumlichkeiten neu gestaltet. Nun brauchen die Eltern nicht mehr an der Pforte klopfen, sondern werden am eingerichteten Schalterfenster bedient.
Das Büro des Schuldirektors ist durch eine Tür mit dem Sekretariat verbunden. Die Buchhaltung hat ihren speziell abgetrennten Bereich
.
Im Neubau über dem Kindergarten wurden Computerraum und Videoraum eingeweiht.
Durch eine Sonderspende aus der Schweiz, konnte mit den Schülern zusammen ein Projekt von Solarduschen installiert werden. Die Schüler wurden dadurch für die Solarenergie sensibilisiert und vor allem die Sportler und Sportlehrer freuen sich über die Duschen.
Besondere Freude bereitete eine Geburtstagsspende aus Deutschland. Die lang ersehnten Spielgeräte zaubern fröhliche Gesichter bei den Kindergartenkindern. Bei dieser Investition halfen auch die Eltern der Kindergartenkinder und Schüler der Schweizerschule in Lima mit.
Dieses Jahr war die Schule für die regionale Sportveranstaltung aller Schulen zuständig. Dem reibungslosen und gut organisierten Ablauf nutzen wir auch als Zeugnis für unseren HERR. Die Grundschulkinder zeigten am Jahrestag der Schule stolz ihre Arbeiten und natürliche durfte die traditionale Geburtstagstorte nicht fehlen. Diese Torte wird in der Regel von den Schülern gespendet.
Nach langen Verhandlungen konnten wir mit dem Bürgermeisteramt einen Vertrag abschließen, der den Gebrauch unseres Geländes für eine abgerutschte Straße regelt. In diesem Zusammenhang konnte auch mit dem Bau unseres längst geplanten Gästehauses begonnen werden.
Bei all diesen positiven Punkten haben wir jedoch auch recht
Am Anfang des Schuljahres wurde unser Schulpfarrer krank und löste seinen Arbeitsvertag. Die IEP-Gemeinde vor Ort erlaubte, dass ihr Pfarrer uns mit Religionsunterricht und der Organisation und Durchführung des Schülerlagers aushelfen konnte. Besonders erfreulich war, daß er einen guten Zugang zu den Jugendlichen bekam und sie mit Freuden und sehr positiv aus dem Schullager nach Hause kamen. Unser Wunsch ist, daß Gottes Wort, seine Liebe und Barmherzigkeit immer wieder in die Herzen der Schüler gesät wird und wir sind gewiß, daß dieser Samen eines Tages aufgehen wird.
In meinem persönlichen Rundbrief, den ich diesem Bericht beilege, berichte ich etwas mehr über persönliche Schwierigkeiten , die ich in diesem Jahr durchlebte, aber auch wie ich erlebte, was 2. Mose16,12 bezeugt: „Ihr sollt innewerden, daß ich, der HERR, euer Gott bin." Wie gut, daß die Schule „Antioquia" so einem Gott dienen darf und mit ihm rechnen darf.
Wir sind Dankbar für alle Unterstützung durch Gebet und Gaben. Gott segne jeden einzelnen.
Im Auftrag des Trägervereins Asociacion Antioquia ein herzliches „Vergelt Gott"
Und ein gesegnetes neues Jahr 2011